Anwendungstechniker der CHIRON Group vertritt Deutschland bei den WorldSkills Shanghai 2026

13th July 2026

Nico Bosch startet bei der Weltmeisterschaft der Berufe

Nico Bosch, Anwendungstechniker Applikation und amtierender Deutscher Meister im CNC-Fräsen, vertritt Deutschland bei den WorldSkills 2026 in China. In der Disziplin CNC-Fräsen (CNC Milling) tritt er im September gegen die internationale Spitze seines Berufs an.

Die WorldSkills sind die weltweit größte Leistungsschau der beruflichen Bildung. Vom 22. bis 27. September 2026 treten in Shanghai die besten Nachwuchsfachkräfte aus über 70 Ländern und Regionen in insgesamt 64 Wettbewerbsdisziplinen gegeneinander an. Die Veranstaltung gilt als Weltmeisterschaft der Berufe und als bedeutendster internationaler Vergleich beruflicher Exzellenz.

  

Von der Deutschen Meisterschaft auf die Weltbühnen

Mit seinem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft im CNC-Fräsen 2025 hat sich der 20-jährige Nico Bosch für die WorldSkills Shanghai 2026 qualifiziert. Als Anwendungstechniker Applikation bei der CHIRON Group arbeitet er seit Januar gemeinsam mit seinem Betreuerteam gezielt auf den internationalen Wettbewerb hin.

Mit seiner Qualifikation setzt Nico Bosch die erfolgreiche Teilnahme der CHIRON Group an nationalen und internationalen Berufswettbewerben fort. Bereits in den vergangenen Jahren konnten Auszubildende und Nachwuchskräfte des Unternehmens bei den SkillsGermany und WorldSkills beachtliche Erfolge erzielen.

  

Über Nico Bosch

  • Anwendungstechniker Applikation bei der CHIRON Group

  • Disziplin: CNC-Fräsen (CNC Milling)

  • Mitglied der Deutschen Berufe-Nationalmannschaft 2026

  • Deutscher Meister im CNC-Fräsen 2025

  • Teilnehmer der WorldSkills Shanghai 2026

  • Steckbrief und Kurzinterview: Steckbrief WS26.

      

Auf dem Weg nach Shanghai

Ende Juni traf sich die Deutsche Berufe-Nationalmannschaft erstmals zum Vorbereitungstreffen in Esslingen. Unter dem Motto „Maximal zusammen!“ standen Teamaktivitäten, Mental- und Medientrainings auf dem Programm. Bis zum Wettbewerbsstart im September warten auf Nico weitere Trainingswochen und internationale Vergleichswettkämpfe. Trainiert wird dabei unter Wettbewerbsbedingungen – von der Konstruktion über die Programmierung bis zur Fertigung komplexer Werkstücke innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters.

  

Fachkräfte von morgen sichtbar machen

„Wir sind äußerst stolz, dass Nico Bosch Deutschland bei den WorldSkills vertreten wird. Seine Qualifikation ist eine außergewöhnliche persönliche Leistung und gleichzeitig ein Beleg für die Qualität technischer Ausbildung und Spezialisierung in unserer Branche. Solche Erfolge zeigen, welche Entwicklungsmöglichkeiten engagierten Nachwuchskräften offenstehen“, sagt Ausbildungsleiter Herbert Mattes.

  

Über die WorldSkills Shanghai 2026

Die WorldSkills finden vom 22. bis 27. September 2026 im National Exhibition and Convention Center (NECC) in Shanghai statt. Über 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 70 Ländern und Regionen messen sich in 64 Berufsdisziplinen. Deutschland wird mit 36 Spitzenfachkräften in 31 Disziplinen vertreten sein.

Nico Bosch, Anwendungstechniker bei der CHIRON Group, startet für Deutschland bei den WorldSkills Shanghai 2026. Der amtierende Deutsche Meister tritt in der Disziplin CNC-Fräsen (CNC Milling) gegen die internationale Spitze seines Berufs an.
Nico Bosch, Anwendungstechniker bei der CHIRON Group, startet für Deutschland bei den WorldSkills Shanghai 2026. Der amtierende Deutsche Meister tritt in der Disziplin CNC-Fräsen (CNC Milling) gegen die internationale Spitze seines Berufs an.

Die Werkstücke stehen beispielhaft für die anspruchsvollen Aufgaben, die Nico Bosch bei der Weltmeisterschaft der Berufe erwarten.
Die Werkstücke stehen beispielhaft für die anspruchsvollen Aufgaben, die Nico Bosch bei der Weltmeisterschaft der Berufe erwarten.
Vorfreude auf Shanghai: Die feierliche Eröffnung der WorldSkills zählt für viele Teilnehmende zu den eindrucksvollsten Momenten der Weltmeisterschaft der Berufe.  Foto: WorldSkills Germany / Frank Erpinar
Vorfreude auf Shanghai: Die feierliche Eröffnung der WorldSkills zählt für viele Teilnehmende zu den eindrucksvollsten Momenten der Weltmeisterschaft der Berufe. Foto: WorldSkills Germany / Frank Erpinar

Nico Bosch im Interview

Die CHIRON Group drückt Nico Bosch, Sieger der WorldSkills Germany, die Daumen. Der amtierende deutsche Meister im CNC-Fräsen vertritt Deutschland bei den WorldSkills Shanghai 2026 und trifft dort auf die internationale Elite seines Fachs. Im Interview erzählt Nico Bosch, der im Februar seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei der CHIRON Group abgeschlossen hat, wie er sich auf diese große Herausforderung vorbereitet.

Nico, vielleicht gibst du uns zunächst einen Überblick zum Wettbewerb?

Gerne. Bei den WorldSkills treten in diesem Jahr rund 1.400 Teilnehmende aus über 70 Nationen an. Im CNC-Fräsen messen sich die besten Nachwuchskräfte ihres Landes miteinander. Für mich ist es eine große Ehre, Deutschland dort vertreten zu dürfen.

 

Seit wann bereitest du dich auf dieses Großereignis vor und wie genau?
Die Vorbereitung läuft eigentlich seit meinem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft im Juli 2025. Seit Anfang dieses Jahres arbeiten wir nach einem konkreten Trainingsplan. Bisher Stand Anfang Juli, habe ich sechs Trainingswochen absolviert, zwei weitere folgen noch. Für die Trainings werde ich von der CHIRON Group freigestellt, sodass ich mich intensiv auf die Weltmeisterschaft konzentrieren kann.

 

Gibt es spezielle Trainingsmethoden, was wird im Wettbewerb gefordert und worauf kommt es aus deiner Sicht besonders an?

Die Aufgabe in Shanghai ähnelt grundsätzlich der Deutschen Meisterschaft – allerdings auf deutlich höherem Niveau. Innerhalb einer vorgegebenen Zeit müssen drei Werkstücke konstruiert, programmiert und gefertigt werden. Mindestens eines davon ist vollständig selbst zu konstruieren.

Im Training arbeiten wir bewusst mit sehr komplexen Werkstücken und teilweise sogar mit Aufgaben, die in der vorgegebenen Zeit kaum lösbar sind. Das erhöht den Anspruch und simuliert den Wettbewerbsdruck. Wichtig sind vor allem Konzentration, sauberes Arbeiten und der richtige Umgang mit Zeitdruck. Oft verbringe ich mehrere Stunden am Rechner mit der Programmierung und anschließend nochmals mehrere Stunden an der Maschine. Genau diese Ausdauer trainieren wir gezielt.

 

Trainierst Du allein oder im Team?

Zum Glück nicht allein. Während der Trainingswochen arbeite ich eng mit meinem Betreuerteam zusammen. Häufig trainiert auch Niklas, der Zweitplatzierte der Deutschen Meisterschaft, mit mir. Wir diskutieren Fertigungsstrategien, analysieren Aufgabenstellungen und tauschen Ideen aus.

Unterstützt werde ich außerdem von meinem früheren Ausbilder Steffen Sigrist, der als Experte viele organisatorische Aufgaben übernimmt, Lösungen diskutiert und uns bei technischen Fragestellungen unterstützt. Auch Herbert Mattes, Ausbildungsleiter, begleitet den Weg nach Shanghai mit seiner langjährigen Erfahrung im WorldSkills-Umfeld. Diese Unterstützung ist für mich enorm wertvoll.

 

Trainieren ist das eine, aber wie sieht’s mit Wettkampfpraxis aus?

Die habe ich bereits bei mehreren internationalen Vorbereitungstreffen gesammelt. Team Germany war beispielsweise bei den Skills in der Schweiz zu Gast. Weitere Trainings fanden in Liechtenstein sowie bei verschiedenen Industriepartnern statt. Außerdem trainiere ich regelmäßig bei DMG MORI in Geretsried auf Maschinen, die den Wettbewerbsmaschinen sehr ähnlich sind. Solche Vergleiche sind extrem hilfreich, weil man unter realistischen Bedingungen arbeitet und wichtige Wettkampferfahrung sammelt. In den kommenden Wochen stehen noch letzte Trainingsmaßnahmen in Tübingen und München an, bevor es nach Shanghai geht.

 

Wann fliegst du und wie läuft die Weltmeisterschaft ab?

Ich fliege am 16. September nach Shanghai. Vor dem eigentlichen Wettbewerb gibt es mehrere Vorbereitungstage. Dort lernen wir die Wettbewerbsumgebung kennen und haben sogenannte Voreinstelltage, an denen wir die Maschinen testen und einrichten können. Die Wettbewerbe beginnen am 22. September. Danach folgen mehrere intensive Wettkampftage, an denen jedes Detail zählt. Das wird sicherlich eine besondere Erfahrung.

 

Worauf freust du dich in Shanghai ganz besonders?

Natürlich freue ich mich darauf, diese einmalige Erfahrung machen zu dürfen. Shanghai wird sicher beeindruckend sein. Ehrlich gesagt reise ich sonst nicht besonders viel und bin deshalb vor allem auf den Wettbewerb fokussiert. Am meisten freue ich mich wahrscheinlich auf den Moment, wenn alles geschafft ist. Über viele Monate arbeitet man auf dieses Ziel hin und spürt einen gewissen Druck. Nach dem Wettbewerb bei der Abschlussfeier zu stehen und zu wissen, dass man alles gegeben hat – darauf freue ich mich besonders. Gleichzeitig wird es spannend sein, Teil eines internationalen Teams zu sein und Menschen aus vielen verschiedenen Ländern kennenzulernen.

 

Wir sehen, du bist bestens vorbereitet! Dann viel Erfolg und gutes Gelingen!

Vielen Dank. Ich freue mich auf die Herausforderung und werde mein Bestes geben, Deutschland und die CHIRON Group in Shanghai zu vertreten. Mein Ziel ist es, eine Leistung abzurufen, mit der ich zufrieden sein kann. Wenn am Ende eine Top-Platzierung herausspringt, wäre das natürlich umso schöner.

Nico Bosch, amtierender deutscher Meister im CNC-Fräsen, ist startklar für die Weltmeisterschaft der Berufe in Shanghai 2026. Foto: WorldSkills Germany / Frank Erpinar
Nico Bosch, amtierender deutscher Meister im CNC-Fräsen, ist startklar für die Weltmeisterschaft der Berufe in Shanghai 2026. Foto: WorldSkills Germany / Frank Erpinar
An seiner Seite: Trainer und Skills-Experte Steffen Sigrist (Mitte) sowie Bundestrainer Herbert Mattes (links) begleiten Nico Bosch auf dem Weg zur Weltmeisterschaft der Berufe.
An seiner Seite: Trainer und Skills-Experte Steffen Sigrist (Mitte) sowie Bundestrainer Herbert Mattes (links) begleiten Nico Bosch auf dem Weg zur Weltmeisterschaft der Berufe.

Über die CHIRON Group

Die CHIRON Group mit Hauptsitz in Tuttlingen ist Spezialist für CNC-gesteuerte, vertikale Fräs- und Fräs-Dreh-Bearbeitungszentren sowie Turnkey- und Automationslösungen. Umfassende Services und digitale Lösungen komplettieren das Portfolio. Die Gruppe ist mit Produktions- und Entwicklungsstandorten, Vertriebs- und Serviceniederlassungen sowie Handelsvertretungen weltweit präsent. Rund zwei Drittel der verkauften Maschinen und Lösungen werden exportiert. Wesentliche Anwenderbranchen sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Medizin- und Präzisionstechnik, die Luft- und Raumfahrt sowie die Werkzeugherstellung.

 

Ansprechpartnerin für die Redaktion: 

CHIRON Group SE

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